Über die Locher Wiesen

 

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Die Locher Wiesen sind ein ca. 6 Hektar großes Feucht- und Überschwemmungsgebiet in Langenfeld-Reusrath, gelegen zwischen den Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf.

Das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (www.lanuv.nrw.de) hat den gesamten Bereich der Locher Wiesen (nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz bzw. nach § 62 Landschaftsgesetz NRW) als schutzwürdiges Biotop (Objektkennung:BK-4907-0002) und Teile als gesetzlich, geschütztes Biotop (Objektkennung: GB-4907-0015) ausgewiesen.

Die Locher Wiesen werden vom Reusrather Bach durchflossen und grenzen an die Virneburgstraße, den Locher Weg und der Barbarastraße. Als Korridor zwischen stark bebauten Siedlungsteilen und dem ansonsten von Ackerflächen dominiertem Offenland kommt der Fläche Bedeutung in der Vernetzung von Lebensräumen der rheinischen Bucht und der angrenzenden Bergischen Heideterrasse zu. Das Landesamt für Natur- und Umweltschutz (LANUV) hat das Schutzziel gesetzt, den Gründlandkomplex mit besonderem Schwerpunkt auf Nass- und Feuchtgründland zu erhalten und eine naturnahe Bachentwicklung zu fördern.

Zu seinem Namen ist das Gebiet bedingt durch seine Lage gekommen. Schon in Kartierungen aus dem 19. Jahrhundert wurde vom sogenannten „Reusrather Loch“ gesprochen. Regenwasser aus den anliegenden, höher gelegenen Straßen (Trompeter Straße, Barbarastraße) und Feldbereichen an der Virneburgstraße und der Reusrather Straße läuft in die ca. 15 Meter tiefer liegenden Locher Wiesen und sammelt sich dort.

Dies führt nach Starkregen oder länger anhaltenden Regenfällen regelmäßig dazu, dass weite Teile der Locher Wiesen, sowie der als Erdbeerfeld bzw. landwirtschaftlich genutzte Bereich unterhalb des Friedhof der Pfarre St. Barbara mehrmals im Jahr bis zu 50 cm unter Wasser stehen (siehe Bildmaterial).

 

Auch der Reusrather Bach tritt bei Starkregen immer wieder aus seinem Bachbett und überflutet weite Teile der Locher Wiesen, die damit eine wichtige Retentionsfläche für den Hochwasserschutz darstellen.  Das Wasser verbleibt anschließend über Wochen im Feld und verwandelt das Gelände in eine Art Seen- und Moorlandschaft, wo sich neben vielen, schützenswerten Wasserpflanzen inzwischen wieder Libellen-, Frosch- und Molcharten wie z.B. dem Feuersalamander angesiedelt haben.

Ein hydrologisches Gutachten aus dem Jahr 2012 hat ergeben, dass 6 Meter tiefe Lehmschichten – fachsprachlich wird auch von Schluff gesprochen –  im gesamten Feldbereich ein Versickern des Oberflächenwassers verhindert.LW-HW-1992-01

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) sowie der BRW (Bergisch Rheinischer Wasserverband Mettmann) sind nach einer Begehung vor Ort zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um ein faktisches Überschwemmungsgebiet handelt.

Auf Wunsch von CDU und FDP soll dieser für Reusrath wichtige Biotop- und Hochwasserschutzbereich mit mehr als 100 Wohneinheiten bebaut werden, was innerhalb der Bürgerschaft auf breite Ablehnung und zu Protesten geführt hat.

Der stellvertretende CDU-Bürgermeister Dieter Braschoss vertritt die Meinung, dass die Locher Wiesen nach einer Bebauung „gieren“ (siehe Presse 19.11.2011).

Langenfelds CDU-Bürgermeister Frank Schneider bezeichnet das Feuchtbiotop als „feuchte Hundekackewiesen“ und Baulücke, die geschlossen werden muss.  Noch kürzlich ließ  Bürgermeister Frank Schneider aber über die Presse (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/bluehstreifen-schaffen-lebensraeume-aid-1.3557523) verlauten, wie wichtig Grüngürtel und der Umweltschutz für Langenfeld sind!

Was die Bürger von den Bebauungsplänen halten, haben die Kommunalwahlen 2014 gezeigt. Massive Stimmenverluste für CDU und FDP in allen Reusrather Wahlbezirken. Den direkt betroffenen Wahlbezirk „Reusrath Galkhausen“ mußte die CDU mehr als deutlich an die Bürgergemeinschaft Langenfeld (B/G/L) abtreten.

Hochwasser 1992. Lt. Verwaltung gibt es kein Hochwasserproblem auf den Locher Wiesen

Hochwasser 1992. Lt. Verwaltung gibt es kein Hochwasserproblem auf den Locher Wiesen


Laut Langenfelder Stadtverwaltung gibt es keinerlei Überschwemmungen des Geländes, die vom Überlaufen des Reusrather Baches herrühren. „Es handelt sich hier lediglich um Oberflächenwasser, die zu kleineren Pfützenbildungen führen würde“ so die Stadtplaner. Das diese „Pfützen“ größere Teile der Gesamtfläche bedecken und teilweise bis zu 50 cm hoch sind und das Gelände nur mit Gummistiefeln zu begehen ist, wird in keinem der vorhandenen Gutachten zu den Locher Wiesen erwähnt und thematisiert.DSCN0037

Warum wurden die zuständigen, öffentlichen Träger über diesen Sachverhalt nicht in Kenntnis gesetzt?

In einem persönlichen Gespräch bestätigt die Untere Wasserbehörde in Mettmann,  dass die Stadt Langenfeld die ihr vorliegenden Informationen und Bildmaterial über die bekannten Hochwasser- und Überschwemmungsereignisse nicht weitergegeben hat, die unseres Erachtens aber für eine ordentliche Bewertung der Bedingungen vor Ort relevant gewesen wäre und vermutlich zu einem völlig anderen Ergebnis geführt hätte.

Schaut man sich die hinterlegten Bilder an, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass es sich hier nicht nur um „Pfützenbildungen“ handelt und widerlegt die Aussage der Langenfelder Stadtverwaltung. Auch können die Anwohner eidesstattlich erklären, dass der Reusrather Bach regelmäßig die Feldbereiche überflutet.

Wer hier bauen will, sollte vorab mit seiner Versicherung sprechen und klären, wie es mit dem Deckungsschutz für Wasserschäden aussieht!

Jeder Ortsfremde, der die Gegebenheiten vor Ort nicht kennt, sollte sich den Bild- und Pressebereich, sowie das YouTube-Video-Material aufmerksam ansehen!

Presse

Hier handelt es sich laut Langenfelder Stadtverwaltung um „kleinere Pfützenbildungen“

YouTube: Die Locher Wiesen stehen unter Wasser

27.05.2014 – Der Reusrather Bach überschwemmt  weite Teile der Locher Wiesen

16.09.2015 – Ein 20 minütiger Starkregen reicht, um die Locher Wiesen wieder einmal komplett unter Wasser zu setzen.

Informationen zu den Locher Wiesen auch bei Facebook

Eine genaue Übersicht der Lage finden Sie hier:

 

Richtigstellungen der Bürgerinitiative:

Stellungnahme der Bürgerinitiative zu den Aussagen von Bürgermeister Schneider und der Langenfelder Stadtverwaltung, u.a. zum Presseartikel der Rheinischen Post vom 11.07.2013 http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/cdu-locher-wiesen-werden-bebaut-aid-1.3528818 sowie Aussagen auf der Homepage von Frank Schneider.

Georg Loer (CDU, Ausschussvorsitz Planung und Umwelt): „Wir haben hier immer nur über Versickerung und Hochwasser diskutiert, die Bebauung an sich hat keinen großen Widerspruch provoziert.“

Frank Schneider (CDU, Bürgermeister Stadt Langenfeld): „Auch was das Engagement einzelner Ratskandidaten der BGL in Sachen „Schutz des Biotops Locher Wiesen“ angeht, sieht der Spitzenkandidat der Langenfelder CDU im Lager der selbsternannten Beschützer von Wald und Wiesen die Öffentlichkeit nur teilinformiert: „Mir gegenüber hat Herr Menzel sehr wohl signalisiert, der Bebauung der Locher Wiesen zuzustimmen, allerdings unter der Bedingung, dass das Regenrückhaltebecken vor seinem Grundstück errichtet werde. Für mich ein klares Bekenntnis zum St. Florians-Prinzip, da er sich scheinbar nicht gegen den Bebauungsplan eingesetzt hätte, wenn er weiterhin die Möglichkeit auf einen unverbauten Blick hätte“. 

Das ist nicht richtig!

Die Bürgerinitiative „Erhalt der Locher Wiesen“ hat grundsätzlich die Bebauung des Feuchtwiesenbereichs abgelehnt. Keine Probleme sehen wir in der Bebauung des ehemaligen Gärtnereigeländes, da dieser Bereich keinen großen, ökologischen Wert mehr hat und hier auch keine landwirtschaftlich genutzte Fläche verloren geht.

Die Verlegung des Regenrückhaltebeckens in den unteren, immer wieder überfluteten Bereich wurde von der Bürgerinitiative angeregt, von der Verwaltung allerdings abgelehnt. Es geht hier nicht – wie von Bürgermeister Schneider unterstellt – um irgendwelche unverbaubaren Blicke, sondern darum, die Anwohner zukünftig vor weiteren Hochwasser- und Überschwemmungsereignissen zu schützen. Das Regenrückhaltebecken soll nun weiterhin im geplanten, westlichen Teil der Locher Wiesen errichtet werden und Oberflächenwasser aus den südlichen Teilen von Reusrath auffangen. Eine Entlastung und damit eine Verringerung der Überschwemmungen der Locher Wiesen findet durch dieses geplante Rückhaltebecken (welches übrigends bereits seit 1988 Bestandteil des Bebauungsplans RE-27 ist und der Bau von der Bezirksregierung Düsseldorf schon vor 27 Jahren gefordert wurde!) nicht statt.

http://gis.langenfeld.de/BPlan/Reusrath/Re-27_Locher_Wiesen/Re_27_A_100.pdf)

Dafür soll das ca. 500 Meter weiter nördlich gelegene Regenrückhaltebecken „Am Ohrenbusch“ modernisiert werden, wobei den Anwohnern nicht klar wird, wie ein mehrere Meter tiefer liegendes Rückhaltebecken die höher gelegenen Locher Wiesen entlasten soll.

Sehr geehrter Bürgermeister Schneider, mein Engagement für die Locher Wiesen habe ich bereits im Herbst 2011 gestartet, also 2 1/2 Jahre bevor ich jemals auch nur ansatzweise darüber nachgedacht habe, mich politisch zu engagieren oder gar im Kommunalwahlkampf 2014 für die B/G/L (Bürgergemeinschaft Langenfeld) anzutreten. Das aus diesem Engagement dann sogar ein Direktmandat erwachsen ist zeigt, dass ein nicht kleiner Teil der Reusrather Bürger unzufrieden mit dem ist, was ihnen die Langenfelder Mehrheitspartei CDU in den letzten Jahren „vorgesetzt“ hat.

Wir reden hier nicht nur von den Locher Wiesen, ich darf auch an den Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg erinnern, der von einem Parteifreund beantragt, von Ihnen Herr Schneider und dem CDU-Ortsverein Reusrath unterstützt wird. Dazu noch die von Ihnen persönlich angestoßene Diskussion zur Aufhebung der Höhenbegrenzung für die Windkrafträder in Reusrath.  Das ich nun die Interessen der Reusrather und Langenfelder Bürger im Rat der Stadt Langenfeld vertreten darf, ist für mich eine Herausforderung, die ich mit großer Freude angenommen habe und wahrnehme!

Homepage Bürgermeister Frank Schneider: „…. Oberste Priorität genießt für mich dabei die Lösung der Entwässerungsproblematik im ganzen Ortsteil und im Bereich Locher Wiesen. Im Zuge der Planung hat die Verwaltung dieses Problem nun gelöst und ein Gesamtpaket geschnürt, das die Entwässerung hervorragend löst. Ganz wichtig ist dabei, dass das Regenrückhaltebecken vor der Wohnbebauung realisiert wird und auch der Austausch der Kanäle am Locher Weg umgesetzt wird, bevor der erste Spatenstich im neuen Wohngebiet an den Locher Wiesen erfolgt. Ferner liegt es der CDU und mir persönlich am Herzen, dass es keinen Durchgangsverkehr am Locher Weg entlang des Neubaugebietes geben wird. Dies wird durch eine Sperrung auf Höhe des Friedhofes erreicht und entlastet das Gebiet nachhaltig.“

Bereits im Jahre 1988 wurde von der Bezirksregierung Düsseldorf der Bau eines neuen, den Gegebenheiten angepassten Regenrückhaltebecken auf den Locher Wiesen gefordert. Der Bebauungsplan Re-27 (Wohnbebauung Virneburgstraße, Dechant-Miebach-Weg und Im Kirchfeld) wurde umgesetzt, das Regenrückhaltebecken allerdings nie gebaut!

 

Warum?

 

Diese Frage habe ich Herrn Schneider persönlich gestellt.

Antwort: „Was soll ich Ihnen dazu sagen Herr Menzel, ich war damals noch nicht im Amt“.

Da hat Herr Schneider Recht. Ich habe mich 1988 auch noch nicht für Kommunal-Politik interessiert. Aber es wäre für ihn kein Problem gewesen, diese Information einzuholen und die Fragen der Anwohner zu beantworten. Schließlich ist mir dies auch gelungen. Ein Blick in den Bebauungsplan Re-27 und den anhängenden Planungsunterlagen hätte gereicht. Auch gab es von der Bezirksregierung die Forderung, das bestehende, alte Regenrückhaltebecken im südlichen Teil der Locher Wiesen zu erweitern. Dieser Forderung ist aber nie nachgekommen worden. Die Entwässerungsprobleme hätten also schon lange gelöst werden können, der Bebauungplan Re-54 Locher Wiesen/Barbarastraße hätte dafür nicht herhalten und als Grund angegeben werden müssen.

Nur wollte man nie das Rückhalte-/Versickerungsbecken in Eigenregie errichten, weil es für die Stadt Langenfeld mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wäre, was der damalige Stadtplaner Hans-Otto-Weber sogar über die Presse wie folgt bestätigt hat:

„Das Becken ist aber nur in Zusammenhang mit der Erschließung einer neuen Wohnsiedlung finanziell realisierbar“ (Rheinische Post 09.08.2011) und …Finde sich ein Bauträger, müsse er im Gegenzug für den Neubau eines Regenrückhaltebeckens sorgen, stellte die Stadt klar…“ (Westdeutsche Zeitung 15.05.2012).

Man hat bis zuletzt darauf spekuliert, dass ein Investor/Bauträger diese Pflichten übernimmt.

Der Langenfelder Bauträger Zeibig sollte diesen Part übernehmen, was allerdings fehlgeschlagen ist, nachdem der Bebauungsplan zugunsten der Biotopbereiche geändert werden musste, die zu bebauende Fläche kleiner wurde, die Firma Zeibig Langenfeld und auch die Firma Paeschke GmbH Langenfeld anschließend von den Bebauungsplänen Abstand genommen hat.

„Die Erschließungskosten bleiben dieselben, aber sie müssen auf weniger Grundstücke umgelegt werden. Der einzelne Bauherr wird dann zu stark belastet,“ so die Aussage von Gernot Paeschke, Geschäftsführer der Firma Paeschke GmbH.

Wer erinnert sich nicht noch an die Aussage des CDU Ortsverein-Vorsitzenden Dieter Braschoss, der im November 2011 beim CDU-Bürgerinformationsabend vor 200 Zuhörern im Reusrather Schützenheim verkündet hat, dass ein Bauträger das Regenrückhaltebecken auf seine Kosten errichten wird und damit das städtische Budget entlasten würde? Später, als dieser „Deal“ platzte hieß es nur noch, dass es „lediglich der Wunsch“ gewesen wäre. Von einer Zusage der Kostenübernahme durch einen Bauträger wollte man plötzlich nichts mehr wissen. „Dass hätten die Bürger an besagtem Abend falsch verstanden“ so der Ortsverein-Vorsitzende und stellvertretende Bürgermeister.

Warum täuscht also der CDU-Ortsverein in Person von Braschoss und Bürgermeister Schneider die Bürger mit solchen Aussagen?

Auch gibt es bereits seit 20 Jahren durch eine Wegsperre keinen Durchgangsverkehr mehr auf dem Locher Weg in Höhe der Locher Wiesen. Für die Sperrung haben die Anwohner seinerzeit erfolgreich gekämpft. Jetzt möchte Bürgermeister Schneider den Anwohnern in Form eines Flyer anläßlich zur Kommunalwahl diese bereits bestehende Lösung als seine „Idee und Herzensangelegenheit verkaufen“!

„…. Stadtplaner Wolfgang Honskamp betonte, dass die Gegner der Planung das nach Starkregen in der Mulde stehende Wasser mit einem Bachübertritt verwechselten….“

Auch das ist nicht richtig!

Das Bildmaterial unter http://www.feuchtgebiet-locher-wiesen.de zeigt ganz klar einen anderen Sachverhalt. Der Reusrather Bach, der die Locher Wiesen durchfließt, steigt bei Starkregen in minutenschnelle auf bis zu 1,50 Meter Höhe an und überschwemmt weite Teile der Locher Wiesen. Dieses Wasser verbleibt aufgrund einer 6 Meter tiefen Lehmschicht über Wochen im Feld und kann nicht versickern oder abfließen.

Den Anwohnern vor Ort ist es unverständlich, wie die Verwaltung immer wieder gebetsmühlenartig behauptet, dass dies nicht stimmen würde.

Ausreichend Bildmaterial und schriftliche Stellungnahmen mehrerer Anwohner liegen der Stadtverwaltung vor und belegen diesen Sachverhalt. Auf Wunsch kann hierzu auch eine eidesstattliche Erklärung abgegeben werden.

Das die Verwaltung diese Tatsache nicht akzeptieren möchte, hat natürlich einen Grund. Wenn man diese Fläche tatsächlich als natürliche Retentionsfläche bzw. Überschwemmungsfläche ausweisen würde, könnte hier nicht die gewünschte Bebauung in der geplanten Form durchgeführt werden, was Stadtverwaltung, CDU und FDP Unmut der Grundstückseigentümer bringen würde. Es müßten neben der gesetzlich geschützten Biotopfläche zusätzlich weitere Flächen von der geplanten Bebauung ausgespart werden, was ein Engagement für Investoren zusätzlich noch uninteressanter macht, als es nach dem vermeintlichen Rückzug der beiden Langenfelder Bauträger Paeschke GmbH und Zeibig Bauträger (siehe Pressebereich 16.07.2013)  schon der Fall ist.

Grundstückseigentümer auf den Locher Wiesen haben bereits angekündigt gegen die Stadt Langenfeld zu klagen, falls die nun ausgesparten Flächen nicht wieder der Bebauung zugeführt werden, der Bebauungsplan nicht zu ihren Gunsten geändert wird und angedeutet, die für das Regenrückhaltebecken benötigten Grundstücke nicht zur Verfügung zu stellen!

Ortskundige Bürger werden hier wohl kaum ihr Erspartes investieren und Ortsfremde sich hoffentlich vorher „schlau lesen“ und im Internet die Begriffe „Locher Wiesen Langenfeld“ googeln. Es gibt in Langenfeld ausreichend, sich in der Planung und Realisation befindliche Wohnbaugebiete, die weniger problematisch sind.

Warum also hier hohe 6 stellige Summen für ein Grundstück oder Wohnhaus im Wasser ausgeben?

                                                            **

Am 09.07.2013 ließ sich sich CDU-Ratsherr Jürgen Brüne zu einer Aussage hinreissen, die nicht wenige Langenfelder Bürger verärgert hat:

CDU Fraktionsvorsitzender Jürgen Brüne und sein von Presse und Bürgern (wie er meint!!!) „falsch verstandenes Schwarzwald-Zitat“

Stadt Langenfeld
Bürgermeister Frank Schneider
Konrad-Adenauer-Platz 1
40764 Langenfeld

– Offener Brief –

Sehr geehrter Herr Schneider,

wie mir Pressevertreter sowie Teilnehmer der Ratssitzung vom 09.07.2013 mitgeteilt haben, soll im Rahmen einer Diskussion zwischen den Ratsvertretern zu den Bebauungsplänen Locher Weg/Barbarastraße die Aussage von CDU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Brüne gefallen sein, dass den Mitgliedern der Bürgerinitiative Erhalt der Locher Wiesen und Bürgern die sich mit dem Bebauungsplan nicht anfreunden können, empfohlen wird in den Schwarzwald zu ziehen.

Können Sie diese Aussage von Herrn Brüne bestätigen und wie stehen Sie persönlich zu dieser Äusserung?

In der Bürgerinitiative engagieren sich viele Reusrather Bürger, die zum Teil seit über 60 Jahren in Langenfeld wohnen, gerne leben und arbeiten, hier Unternehmen mit entsprechender Mitarbeiterzahl führen, ihre Steuern und Abgaben zahlen.

Diesen Bürgern wird empfohlen, sich einen anderen Wohnort zu suchen, weil sie mit einer politischen Entscheidung nicht einverstanden sind?

Sie können sich vorstellen, dass Herr Brüne und die CDU sich mit dieser Aussage keinen Gefallen getan hat und damit, vorsichtig ausgedrückt, für reichlich Unverständnis gesorgt und sich ins Abseits gestellt hat. Und das nicht nur bei Initiativen-Mitgliedern. Solche Dinge machen im beschaulichen Reusrath nun einmal die Runde!

Für meinen Teil wünsche ich mir, dass man in Zukunft anders mit kritischen Bürgern umgeht.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Menzel

Statt sich einfach für seinen „Ausrutscher“ zu entschuldigen, hier der Rechtfertigungsversuch des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Brüne.

Bürgermeister Frank  Schneider hat übrigends auf den an ihn gerichteten Brief nicht reagiert oder das persönliche Gespräch gesucht.  Schade. Bürgernähe stelle ich mir anders vor!

Offener Brief des CDU Fraktionsvorsitzenden Jürgen Brüne
Stellungnahme zu meinem “Schwarzwaldzitat“
Jürgen Brüne – CDU Fraktionsvorsitzender
Offener Brief

Sehr geehrter Herr Menzel,

ich möchte doch mal versuchen, mein „Schwarzwald-Zitat“, welches mir im Nachgang zur Ratssitzung u.a. von Ihnen zum Vorwurf gemacht wird, zu verdeutlichen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion rund um die Anfrage der B/G/L-Fraktion „Faktisches Überschwemmungsgebiet Locher Wiesen / B-Plan RE 54“ und dem damit zusammenhängenden Bebauungsplan gab es einen verbalen Schlagabtausch mit dem politischen Mitbewerber, in dem wir als CDU-Fraktion respektive ich als Vorsitzender manche öffentliche Darstellung im Internet sowie mit Handzetteln kritisiert habe.

Genau und ausschließlich in diesem Zusammenhang – nicht in Bezug auf Bürgerinitiativen im Allgemeinen – habe ich auf die Internetseite www.feuchtgebietlocher-wiesen.de Bezug genommen und das Zitat vom Schwarzwald gebracht.

Damit wollte ich mich einzig und allein gegen die negative Online-Darstellung eines Langenfelder Stadtteils wehren. Weder war es meine Absicht, berechtigte Beschwerden im besonderen (Reusrath, Locher Wiesen) noch die wichtige Arbeit von Bürgerinitiativen im Allgemeinen zu diskreditieren. Letzten Endes ist meine Äußerung nach mehreren Verbalauseinandersetzungen aber auch der Hitze des Gefechts geschuldet.

Die im Nachhinein entstandene Darstellung, dass ich allen Mitgliedern von Bürgerinitiativen generell rate, in den Schwarzwald zu ziehen, ist falsch und weise ich von mir. Wir haben als CDU-Fraktion in der Vergangenheit und Gegenwart regelmäßig den Kontakt und die politische Auseinandersetzung mit allen Bürgerinitiativen – egal um welches Thema es ging – geführt – und das wird auch so bleiben (Dieses habe ich übrigens genau zu diesem Thema auch in der Ratssitzung mündlich geäußert!). Das beweisen wir zudem durch unsere tägliche politische Arbeit und den Diskussionen mit Vertretern sehr unterschiedlicher Bürgerinitiativen.

Was ich an der Bemerkung auch bedauere, ist, dass Sie zu diesem Zeitpunkt trotz der Öffentlichkeit der Ratssitzung nicht mehr anwesend waren. Ich bin mir sicher, dass Sie dann dieses Zitat – im Kontext – richtig und nicht als unsachlichen Angriff gegen Bürgerinitiativen im Allgemeinen verstanden hätten. Das man nunmehr versucht, eine Äußerung, die in der Hitze des Gefechts entstanden ist, so zu nutzen, ist vor dem Hintergrund aller Sachargumente, die in dieser Sitzung ausgetauscht wurden, unsachlich und missverständlich.

Mit freundlichem Gruß
Jürgen Brüne
(Fraktionsvorsitzender)

 

Auch die Junge Union Langenfeld mit ihrem Vorsitzenden Sebastian Köpp hat lediglich Hohn und Spott für die Sorgen und Belange der Reusrather Bevölkerung übrig. Zum Thema Hubschrauberlandeplatz Dückeburg äussert man sich wie folgt: “

THEMA: Hubschrauber

Ein nicht wirklich einfaches Thema. Die BGL ist jedenfalls dagegen, tut aber so als würde die CDU diesen Hubschrauberlandeplatz an der Dückeburg zu 100% haben wollen. Dabei fällt vor allem eins auf. Die BGL hat nicht verstanden, dass dieses Verfahren nicht durch die Stadt gesteuert werden kann, da es hier um den Luftraum bzw. Flugrechte geht ist diese Entscheidung bei der Bezirksregierung angesiedelt.

Hier zeigt die BGL vor allem, dass sie in Sachen Fachkompetenz sehr weit unten an zu siedeln ist und trauriger Weise probiert Ängste zu schüren. Die Bezirksregierung muss hier nach Richtlinien eine Entscheidung fällen. Der Antragsteller dieses Fluggerätes hat eine bestimmte Anzahl an Starts und Landungen im Jahr beantragt, die max. ein Start und eine Landung pro Tag vorsehen. Oft argumentiert die BGL hier mit Umweltschutz, Gefahr für Anwohner und Lärmbelästigung. Wir wollen die Bedenken nicht klein reden, als JU nehmen wir diese auch ernst. Aber man sollte schon sachlich abwägen. Bei einem Start und bei einer Landung am Tag ist jeder Rasenmäher sicherlich eine größere Lärmbelästigung als dieser Hubschrauber. Die umliegenden Tiere werden dadurch sicherlich nicht abwandern, unweit entfernt befinden sich übrigens eine Gütertrasse der Deutschen Bahn sowie die Autobahn. Würde dieser Lärm die Tiere stören, wären sie wahrscheinlich schon lange weg.

Die Sicherheitsfrage ist Paradox, denn über uns kreisen ganz andere Flugobjekte. Früher haben die Menschen übrigens auch eine Gefahr in der Eisenbahn und im Auto gesehen. Mittlerweile sind diese Verkehrsmittel Alltag. In Zukunft wird es vielleicht auch fliegende Autos geben. Also liebe Star Wars und Star Trek Fans, die BGL würde euch in dieser Sache sicherlich in Stich lassen. Vielleicht ein kleiner Aufruf:  liebe BGL, erkundigt euch mal über Zuständigkeiten in unserem Föderalstaat, denn die Entscheidung zum Hubi wird nicht in Langenfeld getroffen.  Ängste bei Bürgern schüren ist im Übrigen absolut unredlich.

http://junge-union-langenfeld.de/unser-kommentar-zur-bgl/

Die B/G/L wird nicht nur von von Star Wars Fans, Star Treck Fans und Liebhabern fliegender Autos gewählt, sondern auch von Bürgern, denen Natur und Umwelt lieb ist. Die Quittung hat die CDU in allen Reusrather Wahlbezirken bei der Kommunalwahl 2014 erhalten. War Reusrath bei Wahlen traditionell immer die „CDU Hochburg“ in Langenfeld, haben diesmal die Bürger anders entschieden!

Eine Information hat der JU-Vorsitzende Sebastian Köpp unter den Tisch fallen lassen. Der CDU Ortsverein Reusrath in Person von Dieter Braschoss (stellvertretender Bürgermeister) und Ratsherr Ingo Wupperfeld, sowie CDU-Bürgermeister Frank Schneider haben im Vorfeld fleißig Werbung für die Hubschrauberlandeplatz-Pläne von Parteimitglied Witte gemacht, sich nicht auf die Seite der Bürger gestellt und gegen die Pläne in Richtung Bezirksregierung protestiert. Ganz im Gegenteil. Schauen Sie sich den in Reusrath verteilten Flyer an. So sieht „Wirtschaftsförderung“ in Langenfeld aus:

 

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